Die Einhaltung von Fristen bei der Abrechnung von Zahlstellen, Freizeiten, Zuschüssen, Vorschüssen oder Erträgen aus Veranstaltung war schon immer wichtig. Mit Wirksamwerden des neuen Umsatzsteuerrechts kommt diesem formalen Aspekt der Finanzabwicklung jedoch eine nochmals deutlich gesteigerte Bedeutung zu.
Mit der Einführung der Umsatzbesteuerung zum 01.01.2023 ist es nötig, die Finanzbuchhaltung so umzugestalten, dass die laufenden Geschäftsvorfälle unter Berücksichtigung von Umsatzsteuerrecht und Abgabenordnung sowie kirchlichem Haushaltsrecht rechtssicher gebucht werden können.
Im Verlauf der kommenden Wochen erhalten Sie von uns zwei verschiedene Unterlagen, mit denen wir Informationen abfragen, die wir für die Anmeldung der kirchlichen Körperschaften bei den zuständigen Finanzämtern benötigen. Bitte informieren Sie die betreffenden Personen über den angekündigten Versand und geben Sie die nachfolgenden Informationen an diese weiter.
Im Vorfeld des ab dem 01.01.2023 geltenden veränderten Umsatzsteuerrechts führt das Kirchenkreisamt ab sofort die Angabe von Kostenträgernummern bei der Anordnung von Buchungsbelegen für die dortige Finanzbuchhaltung ein.
Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie mit nachstehenden Informationen nochmals darauf hinweisen, wie die korrekte Adressierung von Rechnungen ab 2023 erfolgen sollte.
Mit dem ab 2023 geltenden neuen Umsatzsteuerrecht für kirchliche Körperschaften werden zahlreiche Auswirkungen in der täglichen Praxis verbunden sein. Insbesondere überall dort, wo wir Leistungen gegen Bezahlung erbringen oder Waren verkaufen, werden zukünftig neue Entscheidungen zu treffen und neue Verfahrensabläufe einzuüben sein.
Aufgrund eines von uns in Auftrag gegebenen Gutachtens durch eine Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kommen wir zu der begründeten Annahme, dass Chorbeiträge, wie sie zurzeit in einigen Kirchengemeinden erhoben werden, ab 2023 grundsätzlich zu den umsatzsteuerpflichtigen Erträgen zu zählen sind.
Mit unserer Rundmitteilung 05/2021 hatten wir Sie darauf hingewiesen, dass in Vorbereitung auf das ab 2023 anzuwendende Umsatzsteuerrecht eine Anpassung von Rechnungsanschriften und Angaben zu Leistungsempfängern auf Rechnungen erfolgen sollte. Weitergehende Informationen erhalten Sie hier.
Noch sind es mehr als eineinhalb Jahre, bis das neue Umsatzsteuerrecht für kirchliche Körperschaften auch für unsere Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen in vollem Umfang greift. Dennoch wirft der 01.01.2023 schon jetzt seine Schatten voraus, und zwar in Form zahlreicher Anpassungen, die wir vornehmen müssen, um den zukünftigen rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden.